Sonntag,
25. Juni 2017

Der dramatische Abstieg des Bubi Scholz

ARD 2012

Buch und Regie: Rüdiger Liedtke
Regie Reenactment:
Nina Koshofer
Kamera:
Hubert Schick
Schnitt:
Olaf Strecker
Produktion:
WDR 2011

Erstsendung am: 2. Juli 2012 um 23.30 Uhr in der ARD
                             

Das Team beim Dreh der Spielszenen

Buch und Regie: Rüdiger Liedtke, Ulrike Brincker
Kamera:
Jürgen Dahlhoff, Tom Kaiser
Schnitt:
Birgit Karass
Produktion:
WDR 2010

20. Juli 1977. Bereits neun Stunden vor Prozessbeginn warten Hunderte Schaulustige vor dem Münchner Justizpalast. Das Sicherheitspersonal kann die Menschenmenge nur mühsam unter Kontrolle halten. Es müssen Barrieren errichtet werden, eine Glastür geht zu Bruch.
                                                                     Bildergalerie

Um 9.00 Uhr wird die Angeklagte Ingrid van Bergen durch einen Seiteneingang ins Gerichtsgebäude geführt. Sie soll ihren Geliebten Klaus Knaths erschossen haben: aus Eifersucht. Auf den ersten Blick ein "einfaches" Beziehungsdelikt, wie es nahezu täglich in Deutschland begangen wird. Doch "der Fall Ingrid van Bergen" wird zu einem Sensationsprozess. Ein Fall, der von Beginn an von Theatralik begleitet wird.

Sendetermin WDR

Erstsendung: 26.8.2011, 23:15 - 23:58

 

In bester Verfassung - 60 Jahre Grundgesetz

ZDF 2009

Konzept und Buch: Rüdiger Liedtke
Regie: Silke Gondolf / Christian Twente
Produktion: Gruppe5, Köln

"Wer die Jahre seit 1933 bewusst erlebt hat, der denkt bewegten Herzens daran, dass heute, mit dem Ablauf dieses Tages, das neue Deutschland entsteht." Mit diesen Worten unterzeichnete Konrad Adenauer am 23. Mai 1949 in Bonn als Erster das neue Grundgesetz. Nach Diktatur, Krieg und Verwüstung war es den "Vätern und Müttern des Grundgesetzes" gelungen, eine freiheitliche und demokratische Verfassung zu formulieren, die den Faschismus und Militarismus des Nazi-Regimes für immer eliminieren und gleichzeitig die Fehler der Weimarer Verfassung verhindern sollte. Vielen gilt das Grundgesetz auch nach 60 Jahren immer noch als eine der besten Verfassungen der Welt.

Der Autor mit dem Original der Verfassung (links). Das u.a. von Konrad Adenauer unterzeichnete Grundgesetz (rechts).

Zeit daran zu erinnern, unter welchen erheblichen Geburtswehen das Grund-gesetz damals zustande kam: Die Konflikte im Verfassungskonvent 1948 im Alten Schloss von Herrenchiemsee. Dort, im historischen Speisezimmer des Bayernkönigs Ludwig II., erinnert sich der einzige noch lebende Zeitzeuge dieser geschichtsträchtigen Tage. Dokumentiert werden die oft bissigen Aus-einandersetzungen im Parlamentarischen Rat anhand von Originaldokumenten in rekonstruierten Spielszenen. Hinzu kommt kaum bekanntes Fotomaterial.

Tintenfass und Füllhalter der Unterzeichnungszeremonie (links). Der Autor im Arbeitszimmer von Konrad Adenauer (rechts).

Eine ganz entscheidende Rolle für die Bewahrung und Fortentwicklung des Grundgesetzes spielt seit fast 60 Jahren das Bundesverfassungsgericht. Der Film beleuchtet die Arbeit der Verfassungshüter in den roten Roben, zeigt Urteile von großer Tragweite, Meilensteine deutscher Justiz- und Zeitge-schichte. Dabei gelangen dem Fernsehteam ungewöhnliche Aufnahmen hinter den Kulissen des Bundesverfassungsgerichts.

Doch was wird jetzt aus dieser Verfassung? Für die Bundesrepublik hat sich seit ihrer Entstehung Entscheidendes verändert: Wiedervereinigung, Glo-balisierung, soziale Verwerfungen, internationaler Terrorismus! Die Bundes-wehr soll für Auslandseinsätze bereit stehen, Politiker fordern Online-Durchsuchungen und den Lauschangriff. Abtreibung, gleichgeschlechtliche Ehen, neue Familienbilder - bietet das Grundgesetz noch immer die richtigen Antworten für die Diskussionen und Probleme der Gegenwart? Und wird die nationale Verfassung der Deutschen nicht hinderlich sein auf dem Weg zu einem vereinten Europa? 

Zur Erfolgsgeschichte des Grundgesetzes und den Anforderungen in der Zu-kunft äußern sich u. a. der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt, der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts und Bundespräsident Roman Herzog, die frühere Verfassungsgerichtspräsidentin Jutta Limbach und der amtierende Präsident des Bundesverfassungsgerichts Hans-Jürgen Papier.