Dienstag,
17. Oktober 2017

 

Die Treuhand und die zweite Enteignung der Ostdeutschen

Herausgegeben von Rüdiger Liedtke. edition spangenberg, München 1993

Der schwierigste Aspekt der deutschen Wiedervereinigung bestand in der Frage des Eigentums. 40 Jahre lang hatte die Bevölkerung der DDR ihre gesamte Produktivität in die volks-eigenen Betriebe eingebracht. Wem gehörte nun, nach dem Fall der Mauer, dieses Volksvermögen, und wem sollte es in Zukunft gehören?

Eine zentrale – und wie sich erwies – äußerst problematische Rolle spielte in diesem Zusammenhang die Treuhand. »Die Treuhand und die zweite Enteignung der Ostdeutschen« griff in die damals aktuelle Diskussion mit einer Reihe neuer Beiträge kompetenter Autoren und Fachleute ein – aber nicht ohne die wichtigsten Stimmen, die sich bereits zu dieser Thematik zu Wort gemeldet hatten, aufzunehmen. Besonders kamen dabei auch Persönlichkeiten aus dem Osten zu Wort. Gemeinsam war allen Beiträgen, daß sie über den Tag, über das reine Geschäft mit der »Abwicklung« hinausblickten. Es ging ihnen um den geschichtlichen, politischen, sozialen, psychologischen und besonders den moralischen Gesichtspunkt der Neuverteilung des Volksvermögens im Osten.

Mit Beiträgen u.a. von Regine Hildebrandt, Jan Priewe, Rolf Hochhuth, Jörg Roesler, Gregor Gysi, Hans-Joachim Maaz und Margarete Mitscherlich.

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