Sonntag,
17. Dezember 2017

Die tun sowieso, was sie wollen

Warum wir so sauer auf unsere Politiker sind, und wie wir verhindern können, daß sie weiterhin tun, was sie wollen

Meyster Verlag, München 1983

Anfang der 80er Jahre war die Stimmung im Lande ähnlich ver-bittert und resigniert wie heute. Helmut Kohl löste im Rahmen eines konstruktiven Mißtrauensvotums und anfänglich gegen den Willen der Bürger Helmut Schmidt im Bundeskanzleramt ab. Nach-rüstung, Atomkraft, ökologische Sünden, Berufsverbote, Partei-spenden-Affäre, Skandale aller Parteien und der Gewerkschaften, die zunehmende Macht der Lobbyisten ließen die Menschen immer wütender werden. Der Zorn auf die Politiker und die Parlamente nahm zu, das Gefühl, der Willkür des Gesetzgebers ausgeliefert zu sein führte zu Massenprotesten, neuen Protestbewegungen, zur Gründung der »Grünen«.

»Die tun sowieso, was sie wollen« unterzog die Republik einer kritischen Bestandsaufnahme, analysierte die Verhältnisse im Staat, die Sünden der Politiker und appellierte an die Leser, sich durch die Politik und ihre Repräsentanten nicht ins Private abdrängen zu lassen, sondern den neuen Herausforderungen offensiv entgegenzutreten. Im Buch zu Wort kamen auch der Sozialdemokrat Peter Glotz, die Liberale Hildegard Hamm-Brücher und die Gründerin der »Grünen« Petra Kelly.

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